Bildquelle: Pressefoto Lanxess

Das tat schon weh, was BASF (WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111) am späten Montag meldete und den Kurs am Dienstag belastete. Als Folge marschierten nahezu alle Chemiewerte des deutschen Kurszettels in den Keller. Doch es gab eine rühmliche Ausnahme: Lanxess (WKN: 547040 / ISIN: DE0005470405). Der Spezialchemiekonzern hat mit der Bestätigung seiner Jahresziele Befürchtungen zerstreut, die auch bei diesem Unternehmen ein Kassieren der Jahresziele erwartet hatten. Vorstandschef Matthias Zachert erklärte dazu, dass der Konzern seine Abhängigkeit von einzelnen schwankungsanfälligen Branchen reduziert habe und daher die im Mai veröffentlichten Ziele erreichen will.

Demnach soll das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 1 und 1,05 Milliarden Euro erreichen und somit im Bereich des Vorjahreswerts von 1,016 Milliarden Euro liegen. Als Folge behauptete die Lanxess-Aktie ihr aktuelles Kursniveau im Bereich um 53 Euro.

Allerdings ist eine Bestätigung der Prognose zum jetzigen Zeitpunkt quasi eine indirekte Erhöhung der Prognose. Denn Zachert muss sich schon ganz sicher sein, dass auch bei einer weiteren Konjunktureintrübung bei den Zielen nichts mehr anbrennt. Es muss also schon ein gewisser Gewinn-Puffer in den ersten sechs Monaten aufgebaut worden sein. Wir dürfen uns also auf die Halbjahreszahlen am 2. August freuen. Daher ist die Aktie (547040) mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 sicherlich ein attraktives Anlageziel für Langfristanleger. Auch die Dividenden-Rendite von knapp zwei Prozent kann gefallen. Und charttechnisch würde ein Sprung über 55 Euro ein neues Kaufsignal liefern…

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

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Bildquellen: Wolfgang Raum / Pressefoto Lanxess

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