Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

Ein US-Richter hat die Millionen-Strafzahlung gegen die Bayer (WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017)-Tochtergesellschaft Monsanto in einem Glyphosat-Prozess deutlich verringert. Richter Vince Chhabria aus San Francisco senkte die Gesamtsumme am Montag von 80 Mio. US-Dollar auf 25 Mio. US-Dollar.

Den Antrag Monsantos auf einen neuen Prozess lehnte der Richter jedoch ab. Bayer bezeichnete die Absenkung der Strafzahlung als „Schritt in die richtige Richtung“, will aber dennoch Berufung gegen die Verurteilung einlegen.

Monsanto warnte nicht vor Risiken
Monsanto wurde von einer Jury in San Francisco im März verurteilt, rund 80 Mio. US-Dollar an den an Krebs erkrankten Rentner Edwin Hardeman zu zahlen, der jahrelang das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup verwendet hatte. Das Urteil wurde damit begründet, dass Monsanto nicht genügend vor den Risiken des Einsatzes von Roundup gewarnt hatte.

Strafzahlung deutlich zu hoch
Laut dem Richter Chhabria verdient es Monsanto, bestraft zu werden. Der Chemiekonzern sei mehr damit beschäftigt gewesen, Sicherheitsuntersuchungen zu unterdrücken und die öffentliche Meinung zu „manipulieren“, als dafür zu sorgen, dass sein Produkt „sicher“ sei. Der Richter ist allerdings der Meinung, dass die von der Jury verhängte Strafzahlung deutlich zu hoch ist.

Aktie im Abwärtstrend
An der Börse gehört Bayer am Dienstag mit einem Plus von 1,5 Prozent (aktuell: 59,65 Euro) zu den stärksten DAX-Werten. Trotz des Kursgewinns notiert Bayer noch immer unter der 200-Tage-Linie (63,80 Euro) und damit im langfristigen Abwärtstrend. Im Fall einer erneuten Korrektur dürften die Tiefs vom Juni bei 52 Euro getestet werden.

Diese Unterstützung muss halten
Sollte die Unterstützung nach unten durchbrochen werden, wäre dies ein neues, massives charttechnisches Verkaufssignal. Mittelfristig eröffnet sich dann ein weiteres Korrekturpotenzial bis zur runden 40er-Marke.

Ein neues Kaufsignal gibt es dagegen, wenn die 200-Tage-Linie zurückerobert wird. Das nächste Kursziel wäre dann das 2019er-Top vom März bei 72,81 Euro.

Anleger, die auf einen Abwärtstrend der Bayer-Aktie setzten und sogar überproportional von fallenden Kursen des DAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: GA4X1T / ISIN: DE000GA4X1T8) auf der Short-Seite an. Optimisten haben mit passenden Long-Produkten (WKN: GA7HT1 / ISIN: DE000GA7HT13) die Gelegenheit, gehebelt auf steigende Kurse der Bayer-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

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