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Werden die Kunden einer digitalen Vermögensanlage befragt, was ihnen am wichtigsten ist, lautet die Antwort in der Regel „die Wertentwicklung“ – idealerweise eine positive. Rund 64,5 Prozent aller Teilnehmer der jährlichen Umfrage des Fachportals Brokervergleich.de gaben dies 2018 an. Der mit Abstand am häufigsten genannte Aspekt. Direkt dahinter folgten „Unabhängigkeit von Fondsgesellschaften“ (49,3 Prozent) und die Option eines „Sparplans“ (42,2 Prozent). Aber wie sieht es eigentlich mit der Wertentwicklung der Anbieter aktuell im Jahr 2019 aus?

Wertentwicklung: Benchmarks langfristig vorne

Betrachtet der Anleger die letzten drei Monate, dann heißt das Ergebnis: Solide. Im Echtgeld-Test des Fachportals liegen die Werte für Mai bis Juli 2019 zwischen +0,2 und +3,2 Prozent. Lediglich ein Anbieter landete im Minus (-3,5 Prozent), was aber primär an diversen Umschichtungen im Rahmen eines Strategiewechsels lag. Im Durchschnitt erzielten die 19 Anbieter im Test einen Wert +1,3 Prozent – nach Gebühren und Steuern. Noch etwas besser sehen die Daten über den Zeitraum von sechs Monaten (Februar bis Juli 2019) aus. Je nach Robo-Advisor wurden Werte von +2,4 bis +10,1 Prozent erreicht. Bemerkenswert ist allerdings, dass die Benchmark I, eine Kombination aus 50 Prozent MSCI World und 50 Prozent Barclays Aggregate Bonds, in der gleichen Spanne ein Plus 8,7 Prozent erreichte. Diese Hürde übersprang nur eine Online-Vermögensverwaltung. Die Benchmark II, ein Portfolio nach Kommer-Strategie, war für die meisten Anbieter hingegen kein Problem (+3,4 Prozent).

Roboter als Einstiegshilfe

Im langfristigen Vergleich ziehen die beiden Benchmarks aber weitestgehend davon. In der rollierenden 3-Jahres-Wertung führend die Benchmarks I mit +18,7 Prozent und II mit 12,7 Prozent deutlich vor dem Testfeld. Ein Grund: Die mitunter teuren Gebühren der Robo-Advisor. Dennoch hält André Salzwedel, Finanzexperte von Brokervergleich.de die „Roboter“ für eine interessante Anlage. „Aus zwei Gründen. Zunächst nehmen die Anbieter dem Kunden den anstrengenden Teil der Anlage ab. Der Anleger muss sich nur bedingt mit den Wertpapieranlagen auseinandersetzen und überlässt dies – gegen Gebühren – dem Robo-Advisor“, erklärt André Salzwedel. „Zudem gilt: Je mehr Wettbewerb, desto niedriger die Gebühren. Da die Anzahl der Anbieter weiter steigt, kann das für den Kunden nur gut sein.“

Es gehe auch darum, wen die Robo-Advisor als Zielgruppe anvisieren würden. Wenn es darum gehe, den Einstieg zu einer Wertpapieranlage zu erleichtern, seien sie erste Wahl.

Abstimmen und Robo-Advisor des Jahres 2019 wählen

Wer seine eigene Meinung zu Robo-Advisorn kundtun bzw. seinen Anbieter bewerten will, kann dies aktuell noch bis zum 15. September bei der Wahl zum Robo-Advisor des Jahres 2019 auf Brokervergleich.de.

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